Bernstein Heilstein — Wirkung & Bedeutung

Namensbedeutung:Der Name "Bernstein" stammt vom niederdeutschen Wort "börnen" für "brennen", da das fossile Harz leicht entzündbar ist und angenehm duftet, wenn es verbrennt.
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Bedeutung

Bereits im Mittelalter wurde dem Bernstein nachgesagt, er könne sich positiv auf Leber-, Gallen- und Stoffwechselerkrankungen auswirken. Auch bei Gelenkbeschwerden sowie zur Unterstützung des Knorpelaufbaus soll er helfen können. Zudem wird ihm eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt.

In der modernen Heilsteinkunde wird Bernstein darüber hinaus bei Atemwegsbeschwerden und Allergien empfohlen. Er soll die Schilddrüsenfunktion unterstützen und das hormonelle Gleichgewicht fördern können. Auch auf die Haut soll er einen positiven Einfluss haben – bei Ekzemen und Neurodermitis wird er als Hautkontakt-Stein geschätzt. Da Bernstein Wärme besonders gut speichert, fühlt er sich beim Tragen angenehm warm an.

Nachgesagte Wirkung

Bernstein ist fossiles Baumharz, das für seine warme Farbe und seine Verwendung als Schmuck- und Heilstein bekannt ist. Er gilt seit jeher als besonderer Glücksstein und ist vor allem als Stein des Optimismus bekannt. Ihm wird nachgesagt, fröhlich, unbeschwert und kreativ zu machen, was sich auch in einer gestärkten Ausstrahlung und einem positiveren Auftreten zeigen soll.

Bernstein fasziniert die Menschheit seit der Steinzeit. Die Griechen nannten ihn „Elektron“ – daher stammt unser Wort „Elektrizität“, denn geriebener Bernstein lädt sich elektrostatisch auf. Die Germanen hielten ihn für erstarrtes Sonnenlicht und nannten ihn „Brennerstein“ (er brennt tatsächlich mit harzigem Duft). Im Mittelalter wurde er als Schutz gegen Seuchen und böse Geister getragen. Bernstein-Babyketten sind bis heute ein beliebtes Hausmittel beim Zahnen, dem eine schmerzlindernde Wirkung nachgesagt wird.

Mineralogie & Entstehung

Bernstein ist kein Mineral im eigentlichen Sinne, sondern fossiles Baumharz, das vor 30–50 Millionen Jahren (im Eozän) entstanden ist. Er besteht hauptsächlich aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff mit wechselnder Zusammensetzung. Bernstein kann Einschlüsse von Insekten, Pflanzenteilen und Luftblasen enthalten, die seit Millionen Jahren konserviert sind. Der berühmteste Bernstein stammt von der Ostseeküste (Baltischer Bernstein), weitere Vorkommen gibt es in der Dominikanischen Republik, Myanmar und Mexiko.

Pflege & Reinigung

Mit einer Mohs-Härte von nur 2–2,5 ist Bernstein sehr weich und empfindlich. Er sollte vor Kratzern, Hitze, Chemikalien und Parfüm geschützt werden. Reinigung nur mit einem weichen, leicht feuchten Tuch. Ultraschall, Dampf und Säuren sind strikt zu vermeiden. Bernstein wird am besten in einem weichen Stoffbeutel getrennt von anderen Schmuckstücken aufbewahrt. Zum Aufladen eignet sich lauwarmes Wasser oder Mondlicht.

Verwechslungsgefahren & Qualität

Bernstein hat viele Imitationen: Kopale (junges, nicht vollständig versteinertes Harz), Pressbernstein (zusammengeschmolzene Kleinstücke), Kunstharz und sogar gefärbtes Glas. Echter Bernstein ist sehr leicht (schwimmt in gesättigtem Salzwasser), fühlt sich warm an und entwickelt beim Reiben einen harzigen Duft. Die Salzwasserprobe ist der einfachste Echtheitstests: Bernstein schwimmt, Kunststoff sinkt.