CHRYSOKOLL Namensbedeutung:Der Name "Chrysokoll" leitet sich aus den griechischen Wörtern chrysos (χρυσός) für „Gold“ und kolla (κόλλα) für „Leim“ ab. Dies bezieht sich darauf, dass das Mineral in der Antike als Flussmittel bei der Goldverarbeitung verwendet wurde.
Infos zum Stein
KREBS STIER
HALSCHAKRA
WASSER
MONOKLIN
MEHRFARBIG
HÄRTE 2-4
KEIN EDELSTEINWASSER
  • Krebs KREBS
  • Stier STIER
  • Halschakra HALSCHAKRA
  • Wasser WASSER
  • Monoklin MONOKLIN
  • MEHRFARBIG
  • Nicht für Edelsteinwasser Nicht für
    Edelsteinwasser geeignet

Bedeutung

Chrysokoll wird als Stein der Gelassenheit und inneren Balance betrachtet. Ihm wird nachgesagt, hitzige Gemüter zu besänftigen und bei Nervosität und Aufregung beruhigend zu wirken. Er soll die Akzeptanz veränderter Lebenssituationen fördern und dabei helfen, Neues mit Offenheit und Vertrauen anzunehmen.

Der Name stammt aus dem Griechischen: „chrysos“ (Gold) und „kolla“ (Leim) – in der Antike wurde er zum Löten von Gold verwendet. Chrysokoll wird häufig in Kupferminen gefunden, was seine intensive blaugrüne Farbe erklärt. Die alten Ägypter nannten ihn den „weisen Stein“ und Kleopatra soll ihn stets bei Verhandlungen getragen haben. In der indianischen Tradition gilt er als Stein der Erdmutter, der Harmonie und Frieden fördern soll.

Nachgesagte Wirkung

Dem Chrysokoll wird eine kühlende, fiebersenkende Wirkung nachgesagt. Er soll bei Halsentzündungen und Schilddrüsenproblemen unterstützend wirken und die Verdauung regulieren können. Auch bei Verbrennungen und Sonnenbrand soll er als Auflagestein Linderung bringen.

Darüber hinaus wird dem Chrysokoll eine positive Wirkung auf den weiblichen Hormonhaushalt zugeschrieben. Er soll bei Menstruationsbeschwerden, PMS und Wechseljahresbeschwerden hilfreich sein können. Auch bei Muskelkrämpfen und Verspannungen wird ihm eine lösende Wirkung nachgesagt. In der Praxis wird er gerne als Kette oder Auflagestein auf dem Halschakra getragen.

Mineralogie & Entstehung

Chrysokoll ist ein wasserhaltiges Kupfer-Aluminium-Silikat mit der Formel (Cu,Al)₂H₂Si₂O₅(OH)₄. Er bildet sich als Sekundärmineral in der Oxidationszone von Kupferlagerstätten. Seine Farbe reicht von Türkisblau über Grün bis Blaugrün, abhängig vom Kupfergehalt. Oft ist er mit Malachit, Azurit oder Türkis vergesellschaftet. Wichtige Fundorte sind Peru, Chile, Kongo, USA (Arizona) und Israel (Eilat-Stein).

Pflege & Reinigung

Chrysokoll ist mit einer Mohs-Härte von 2–4 sehr weich und empfindlich. Er muss vorsichtig behandelt werden – kein Ultraschall, keine Säuren, kein Salzwasser. Reinigung nur mit lauwarmem Wasser und weichem Tuch. Zum Aufladen eignet sich Mondlicht. Da Chrysokoll porös sein kann, sollte er nicht längere Zeit in Wasser liegen. Nicht für Edelsteinwasser geeignet.

Verwechslungsgefahren & Qualität

Chrysokoll wird häufig mit Türkis verwechselt, der eine ähnliche Farbe zeigt aber härter ist. Auch Amazonit und Larimar können ähnlich aussehen. Der „Eilat-Stein“ aus Israel ist ein natürliches Gemisch aus Chrysokoll, Malachit und Türkis. Im Handel wird gelegentlich gefärbter Howlith als Chrysokoll-Imitat angeboten.