Türkis, natur Heilstein — Wirkung & Bedeutung

Namensbedeutung:Der Name "Türkis" stammt vom französischen Wort turquois, was „türkisch“ bedeutet. Dieser Name entstand im Mittelalter, als der Stein über die Türkei nach Europa gebracht wurde, obwohl seine eigentliche Herkunft meist aus Persien (dem heutigen Iran) lag. Türkis ist ein undurchsichtiges, blau bis grün gefärbtes Mineral, dessen Farbe durch Kupfer- und Eisenanteile entsteht.
Infos zum Stein
WASSERMANN
HALSCHAKRA
WASSER
TRIKLIN
TÜRKIS
HÄRTE 5-6
KEIN EDELSTEINWASSER
  • Wassermann WASSERMANN
  • Halschakra HALSCHAKRA
  • Wasser WASSER
  • Triklin TRIKLIN
  • TÜRKIS
  • Nicht für Edelsteinwasser Nicht für
    Edelsteinwasser geeignet
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Bedeutung

Dem Türkis wird eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung nachgesagt. Er soll bei Hals- und Rachenproblemen helfen und die Atemwege befreien können. Auch auf die Gelenke soll er eine positive Wirkung haben und bei Rheuma und Gicht unterstützen.

Darüber hinaus wird dem Türkis eine entgiftende und immunstärkende Wirkung zugeschrieben. Er soll den Säure-Basen-Haushalt regulieren und bei Magen-Darm-Beschwerden helfen können. In der Steinheilkunde wird er dem Halschakra zugeordnet. Ihm wird auch nachgesagt, seine Farbe zu verändern, wenn der Träger krank wird – ein „Warnsignal“.

Nachgesagte Wirkung

Türkis gilt als einer der ältesten Schutzsteine der Menschheit. Ihm wird nachgesagt, seinen Träger vor Gefahren zu warnen und Unglück abzuwenden. Er soll die Kommunikation fördern und die Fähigkeit stärken, offen und ehrlich zu sprechen. Zudem wird ihm eine stark freundschaftsfördernde Wirkung zugeschrieben.

Türkis wurde seit mindestens 6.000 Jahren als Schmuck- und Schutzstein verwendet. Die Ägypter schmückten die Totenmaske des Tutanchamun damit. Bei den Azteken war er heiliger als Gold. In der persischen Tradition symbolisiert er den Himmel und wird bis heute in Moscheen verwendet. Die Navajos und Apachen fertigten aus ihm Amulette gegen den bösen Blick. Sein Name kommt vom französischen „pierre turquoise“ („türkischer Stein“), da er über die Türkei nach Europa gelangte.

Mineralogie & Entstehung

Türkis ist ein wasserhaltiges Kupfer-Aluminium-Phosphat (CuAl₆(PO₄)₄(OH)₈·4H₂O). Er kristallisiert im triklinen System, bildet aber fast nie sichtbare Kristalle – er kommt massig, nierenförmig oder als Äderchen in Gestein vor. Die blaue Farbe stammt von Kupfer, grüne Töne von Eisen. Die netzartige Maserung (Matrix) besteht aus dem umgebenden Wirtsgestein. Bedeutende Fundorte sind Iran (Nishapur), USA (Arizona, Nevada), China, Ägypten und Afghanistan.

Pflege & Reinigung

Türkis hat eine Mohs-Härte von 5–6 und ist porös. Er reagiert empfindlich auf Chemikalien, Parfüm, Cremes und sogar Schweiß – all das kann die Farbe verändern. Reinigung nur mit trockenem Tuch. NICHT ins Wasser legen (porös!). Kein Ultraschall, keine Säuren. Aufbewahren geschützt vor Licht und Chemikalien.

Verwechslungsgefahren & Qualität

Natürlicher Türkis ist selten und teuer. Sehr häufig werden gefärbter Howlith, gefärbter Magnesit oder Kunstharz als Türkis verkauft. Echter Türkis fühlt sich kühl und schwer an. Stabilisierter (gehärteter) Türkis ist im Handel üblich und akzeptiert – er ist haltbarer als unbehandelter Türkis. Die Bezeichnung „natur“ bedeutet unbehandelt.